Die jungen Wilden

Gibt es in Ihrem Unternehmen junge Mitarbeiter, die nur Ineffizienzen und Unzulänglichkeiten sehen und die gerne alles erneuern würden? Sie verfügen über eine fundierte Ausbildung und leben im Zeitgeist neuer Technologien?

Gratulation, diese Leute können die Zukunft des Unternehmens sein.

Es muss die Basis geschaffen werden, damit diese Kräfte freigesetzt werden und das Feuer in den Augen lange hell erleuchtet brennt. Diese Mitarbeiter müssen dem Unternehmen bekannt sein und aktiv gefördert werden. Zum Beispiel als Maßnahmenverantwortliche, die die Veränderung des Unternehmens aktiv gestalten. So finden sie Anerkennung und erlangen Transparenz zu den oberen Führungskreisen.

Seit einigen Jahren werden die Generationen mit den letzten Buchstaben des Alphabets bezeichnet. Generation „X“ und „Y“, mit jeweils ganz spezifischen Beschreibungen, was in diesen Jahrgängen so besonders sein solle und was sich im Vergleich zu früher denn alles so geändert habe. Keiner will anscheinend mehr Verantwortung übernehmen. Welche Generationen danach kommen, vielleicht Z1 oder AZ, scheint noch unklar.

Im Grunde gibt es in jeder Generation einfach Menschen, die immer wieder von den nachfolgenden Generationen verblüfft sind. Das scheint evolutionär so implementiert zu sein.

Entscheidend ist aber, dass die Alten nicht jünger, die Jungen wohl aber älter werden. Jedes Unternehmen sollte sich dieser Tatsache nicht verschließen, sondern dies frühzeitig mit aktiven Plänen begleiten. Junge Mitarbeiter dürfen nicht ausgebremst werden, ihre Ideen zu verwirklichen, da die Selbstverständlichkeit und das Bewusstsein der „Alten“ auf dem selbst Erschaffenen liegt und dies nicht einfach verändert oder zerstört werden darf.

Hierbei kommt es leicht zu einem Generationenkonflikt.

Treffen die jungen Wilden auf die alten Erfahrenen kommt es oft zu Konflikten. Ein typisches Indiz sieht ungefähr wie folgt aus: Ein junger Ambitionierter stellt fest, dass es seit längerem keine Veränderung mehr im Unternehmen gegeben hat und macht auch gleich die Schuldigen aus. „Würde es uns junge Menschen nicht geben, dann wäre vermutlich noch nicht einmal das Rad erfunden“. Das Problem ist: Er hat Recht und übersieht gleichzeitig etwas.

Es ist nämlich richtig, dass Neues getan werden muss, um neue Ergebnisse zu erzielen. Nur durch Innovation und unbändigen Willen gelingen Veränderungen auch.

Was aber oftmals übersehen wird, ist, dass die „Alten“ manchmal als Bewarer agieren, weil Sie jene Dinge implementiert haben, die heute das Unternehmen prägen und unseren Alltag ausmachen. Das heißt, es gibt einmal den Beweis der erfolgreichen Veränderung durch die „Alten“ und es gibt nur den Willen oder die Vorstellung der "Jungen" es gleich zu tun – oder zu resignieren.

Jedes Alter hat seine Berechtigung. Die Frage, die wir uns nun im Kontext einer effektiven Ergebnissteigerung stellen müssen lautet, wie wir diese Kräfte nutzen können, um das Beste daraus zu machen.

Ältere Menschen sollten in ihrer Situation die Chance erkennen und vom Spieler zum Trainerposten wechseln. Damit ist nicht Resignation oder Stillstand gemeint, nein ganz im Gegenteil, sie sollten akzeptieren, dass ihre Lebenserfahrung unglaublich viel Wert besitzt und immer wieder von Neuem Kräfte der Veränderung, der Freude und des Erfolges entfalten kann. Wie bei einem Staffellauf gibt es eine Phase des Parallellaufens mit einer Übergabe. Der Erfolg steckt in der Mannschaft.

In der Praxis bedeutet das: vom früheren Star zum späteren Lehrer und Mentor, der das Gefühl des Stolzes und des Erfolgs einimpfen kann und die richtigen Fragen stellt ohne inhaltlicher Experte eines Themas zu sein.

Nächster Schritt:

Wir möchten, dass Sie Ihre Ziele erreichen. Eine Nachricht und wir sind für Sie da. Rufen Sie uns an oder beschreiben Sie uns Ihre Situation per E-Mail:

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